Real Madrid: Blamage beim FC Barcelona

So gar nicht königlich präsentierten sich die „Königlichen“ beim Klassiker gegen den FC Barcelona. Mit einer 0:5 Niederlage und Brutalofoul zeigte sich Real Madrid von sportlicher wie charakterlicher Seite schwach. Auch die Bundesliga-Zugänge Mesut Özil und Sami Khedira bildeten keine Ausnahme.

Die Partie zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid endete für die Hauptstädter so wenig ruhmreich, wie sie in den vergangenen 90 Minuten verlaufen war. In der 90.Minute rastete Real-Verteidiger Sergio Ramos aus und langte mit seiner Hand in das Gesicht des von Barça-Kapitän Carles Puyol und schubste ihn weg. Auch mit seinem anderen Nationalmannschaftskollegen Xavi geriet Ramos im folgenden Handgemenge aneinander. Die Rote Karte, die Ramos daraufhin erhielt, kassierte er allerdings für das Brutalofoul an Lionel Messi in der letzten Spielminute.

Es war ein Ausbruch der Emotionen nach der frustrierenden Vorführung durch den FC Barcelona. Eine Demütigung. „Eine Ohrfeige für Mou“ titelte die Sporttageszeitung „As“. Das galt auch für die deutschen Zugänge Mesut Özil und Sami Khedira, die zuletzt vom Trainer hochgelobt wurden. Besonders Özil spielte sehr schwach.

Die Niederlage hat dem Club nach dem Aufschwung der letzten Wochen wieder einen Dämpfer verpasst. Dabei hatten die vergangenen Wochen einigen Anlass geliefert, dem Club wieder Großes zuzutrauen. In der Champions League liegt Real mit fünf Punkten Vorsprung an der Spitze der Gruppe G. In der Primera División stand Madrid vor dem Clásico mit zehn Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen an der Spitze.

Der erfolgsverwöhnte Trainer nahm die hohe Niederlage gelassen: „Die Niederlage ist leicht verdaulich.“ Er gestand allerdings, dass „ich nach so einem Spiel schon kräftig schlucken muss. Das war eine historische Niederlage. Ich habe als Trainer noch nie so hoch verloren“. Doch überbewerten wollte auch Barça-Trainer den Überraschungserfolg seiner Mannschaft nicht. „Jetzt ist sehr einfach zu sagen, dass wir besser sind als sie, aber das ist nicht die Wahrheit.“

Doch Barcelona, wenngleich mit einigen Problemen in diese Saison gestartet, bewies, warum es als bestes Team der Welt gilt. Messi spielte überragend, auch wenn er kein Tor erzielte. David Villa markierte seine Treffer sieben und acht und bewies, dass es die richtige Entscheidung vor dieser Saison war, auf ihn zu setzen. Barça ist auf dem besten Weg, wieder den tollen Fußball zu spielen, mit dem das Team in der Saison 2008/2009 die Champions League, die spanische Meisterschaft und das nationale Pokalfinale gewann.

Die Hoffnung haben sie in Madrid jedenfalls noch nicht verloren. „Mit Inter Mailand habe ich in der vorigen Saison in den Gruppenspielen der Champions League ebenfalls in Barcelona verloren, aber dann musste Barça sich das Finale im Fernsehen ansehen“, so Mourinho unter Anspielung auf den Inter-Erfolg im Halbfinale über Barcelona.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.