Der brasilianische Fußball in Aufruhr

Der brasilianische Trainer Dunga wurde am Sonntag im Anschluss an das Aus des Teams im WM Viertelfinale entlassen, und der charismatische Luiz Felipe Scolari, der 2002 den Titel gewann, wurde unmittelbar als Nachfolger gehandelt.

„Der Arbeitszyklus, der 2006 begann und im Ausscheiden Brasiliens in der WM in Südafrika gipfelte, ist beendet,“ so eine Stellungnahme des Brasilianischen Fußballverbandes (CBF). „Der CBF gibt die Entlassung des gesamten Trainerteams der brasilianischen Mannschaft bekannt. Das neue Team wird Ende Juli bekanntgegeben.“

Dunga (46), der Brasilien 1994 den Weltmeistertitel einbrachte, war Nationaltrainer seit 2006. Er hatte bereits bekanntgegeben, dass er nach vier Jahren vorhabe zurückzutreten, nachdem die fünfmaligen Weltmeister im Viertelfinale in Port Elizabeth am Freitag eine 2:1 Niederlage gegen Holland erlitten.

Als er am Sonntag jedoch heimkehrte, schloss er nicht aus, doch weiterzumachen, bevor der CBF seinen Optimismus schnell zunichtemachte. Die brasilianischen Medien begannen unmittelbar, über Dungas Nachfolger zu spekulieren, dessen Aufgabe es sein wird, das Team in der WM 2014 auf heimatlichem Boden zu betreuen.

Favorit ist Scolari, der die WM 2002 gewann, obgleich er selbst seine Nachfolge ausschloss, mit der Begründung, dass er seiner Verpflichtung bei Palmeiras nachkommen will, wo sein Vertrag noch bis 2012 läuft.

„Ich habe einen Vertrag mit Palmeiras, und hier werde ich auch arbeiten,“ erzählte Scolari dem Radiosender El Dorado radio.

Auch die brasilianischen Spieler wurden mit Beschimpfungen und Gedrängel von aufgebrachten Fans inmitten einer Woge von Schuldzuweisungen für ihr schlechtes Abschneiden in der WM empfangen, als sie in Rio ankamen. Neben Dunga war das Hauptziel ihres Ärgers Felipe Melo, der in Wesley Sneijders Eröffnungsspiel für Holland abfälschte und einen Platzverweis erhielt.

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